Einmal

Frollo:
Die Welt ist schlecht. Die Welt ist böse.
In ganz Paris kannst du nur mir allein vertrauen
Ich bin dein einz’ger Freund

Ich bin der, der dich ernährt und kleidet, und der dich betrachtet als normal
Ich will nur, daß du da draussen niemals leidest, nicht einmal ein einz’ges Mal
Du bist entstellt

Quasimodo:
Ich bin entstellt

Frollo:
Und du bist hässlich

Quasimodo:
Und ich bin hässlich

Frollo:
Für diese Welt ist so ein Greuel unerträglich!
Gehorche meinem Rat!

Quasimodo:
Ihr seid für mich ein Vater

Frollo:
Einmal siehst du’s ein, du bist ein Monstrum!

Quasimodo:
Ich bin ein Monstrum.

Frollo:
Einmal reicht allein, sie sind brutal.

Quasimodo:

Entstelltes Monstrum...

Frollo:
Willst du diese Höllenqual, mein Sohn? Drum sei was ich befahl

Mir treu ergeben

Quasimodo:
Treu ergeben

Frollo:
Ich bin Leben

Quasimodo:
Mein Leben.

Frollo:
Bleib mir loyal diesmal.

Beide:
Es war einmal

Quasimodo:
Hier im Schutz der Kathedrale hoch im Glockenturm
Liegt vor mir die Welt in weiter Ferne
Jahrelang seh ich versteckt von hier den Menschenstrom
Sehne mich, vom Leben was zu lernen

Jahrelang entdecke ich Gesichter
Menschen, die mich niemals kennen werden
Jahrelang will ich so sehr die Welt da unten sehen
Nichts versäumen
Nicht mehr träumen

Und einmal in der Sonne gehen!
Ganz Paris nur einmal einen Tag lang sehen
Für mich erobern

Einmal wird es alle Welt verstehen
Ohne Leid, ohne Qual
Meine Zeit, sie kommt einmal...

Einmal mich im Gewirr der tausend Gassen zu verlieren
Draussen, wo die Menschenmassen leben
Wie sie lachen, wie sie streiten und sich nie genieren!
Würden sie auch alles dafür geben?

In meiner Phantasie spazier ich immer wieder einmal fröhlich an der Seine
Früh am Morgen
Einmal, so wie die anderen Menschen, glücklicher wie keinmal!
Einen einz’gen Tag...

Ich will für mich nur eins
Und ich zahl jeden Preis, ganz egal
Ob als Greis, krumm und kahl
Bis ich weiß, es war einmal!